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History: Sportwagenikone Lamborghini Miura feiert 2026 sein 60. Jubiläum - Teil I

Lamborghini Miura P400 Lamborghini Miura P400

"Revolution im Sportwagenbau"


Seine Premiere feierte der Lamborghini Miura im März 1966 auf dem Genfer Autosalon. Mit seiner radikalen Architektur und einem quer eingebauter V12-Mittelmotor, der mit der bisherigen GT-Tradition brach, definierte der Miura neu, was Hochleistungsstraßenfahrzeuge auszeichnete.
 
Sein legendärer V12-Motor lieferte eine Leistung von bis zu 380 PS, die den Miura auf eine Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h beschleunigen konnte, und ihn zum schnellsten Serienauto der Welt machte. Lamborghini schuf damit ein völlig neues Fahrzeugsegment und begründete mit dem Miura den modernen Mittelmotor-Supersportwagen. 
 
Sechs Jahrzehnte nach seiner Premiere gilt der Miura noch immer als eine Ikone für technische Radikalität, visionäre Technik und zeitloses Design.
 
Zum 60. Geburtstag des Lamborghini Miura präsentiert das Museum in Sant’Agata Bolognese mit der Ausstellung "Born Incomparable“, vom 18. März 2026 bis Januar 2027, eine besondere Auswahl an Miura‑Exponaten, darunter das erste Chassis von 1965 sowie ein Miura P400 S. Im Laufe des Jahres werden außerdem zwei äußerst seltene Fahrzeuge zu sehen sein: der Miura Roadster, ein einzigartiges Projekt des Designstudios Bertone aus dem Jahr 1968, und der Miura SVJ, abgeleitet von einem experimentellen Prototypen, den Lamborghini‑Testfahrer Bob Wallace 1970 entwickelte. Abgerundet wird die Ausstellung durch das Kunstwerk "Disintegrating X – Miura“ des Künstlers Fabian Oefner, das im Originalmaßstab des Miura kreiert wurde. Parallel dazu zeigt das Museum weiterhin weitere legendäre Lamborghini-Modelle wie den Countach, den LM002 sowie die jüngsten Few‑Off‑Kreationen.
 
Geburt einer Revolution und ihre Geschichte
 
Weniger als zwei Jahre nach der Gründung des Unternehmens gilt Lamborghini noch als Nischenhersteller, aber der 350 GT hat bereits die technischen Ambitionen des Unternehmens unter Beweis gestellt. Ferruccio Lamborghini ist stolz auf den ersten GT-Wagen, träumt jedoch von einem noch leistungsstärkeren Fahrzeug. Das junge Ingenieursteam unter der Leitung von Gian Paolo Dallara und Paolo Stanzani macht sich daran, diesen Traum zu verwirklichen. Das Herzstück des Miura wird ein quer eingebauter 3929-ccm-V12-Motor mit einem Bankwinkel von 60 Grad, ausgestattet mit vier Nockenwellen, V-förmigen Überkopfventilen, einer Kurbelwelle mit sieben Lagern und vier Weber-40-IDL-3L-Vergasern (später IDL40 3C) mit zwölf Drosselklappen. Ungewöhnlicherweise dreht sich die Kurbelwelle gegen den Uhrzeigersinn.
 
Ab 1964 entwickeln Dallara, Stanzani und der neuseeländische Testfahrer Bob Wallace gemeinsam die Idee für einen neuen Supersportwagen, der vom Motorsport inspiriert ist. Anschließend bauen sie nach Feierabend ein fahrbereites Prototyp-Chassis, das kompromisslos auf Leistung kalibriert wird. Ferruccio Lamborghini erkennt bei der Präsentation sofort das Potenzial der Idee und gibt grünes Licht für die Weiterentwicklung des 400 TP als Projekt L105.
 
Am 3. November 1965 stellt Lamborghini auf dem Turiner Autosalon das Chassis in Satinschwarz vor, dessen Motor quer hinter dem Fahrer eingebaut ist. Das Modell steht neben dem Lamborghini 350 GT und dem 350 GTS. Nie zuvor und nie seitdem hat ein nacktes Fahrgestell so viel Aufmerksamkeit erregt. Der Stahlkasten mit einer Wandstärke von nur 0,8 Millimetern und zahlreichen Stanzlöchern wiegt gerade einmal 120 Kilogramm, und die vier weißen Auspuffrohre ziehen sofort die Blicke der Besucher auf sich. Es ist eine Demonstration der Kraft und eine radikale Geste der jungen Sportwagenmarke aus Sant'Agata Bolognese. Mehrere Designstudios bieten ihre Unterstützung an, das Chassis nach ihren Vorstellungen zu verkleiden.
 
Aber Lamborghini zögert. Der Legende nach erscheint Nuccio Bertone gegen Ende der Messe am Lamborghini-Stand und ist der letzte Karosseriebauer, der vorbeischaut. Bertone untersucht das ausgestellte Chassis und sagt zuversichtlich zu Ferruccio Lamborghini, dass sein Studio „den perfekten Schuh für diesen wunderbaren Fuß” entwerfen wird. Ob dieser Dialog tatsächlich so stattgefunden hat, lässt sich heute nicht mehr nachweisen. Unbestritten ist jedoch, dass diese Anekdote das unmittelbare gegenseitige Verständnis und die kreative Übereinstimmung zwischen den beiden Unternehmern eindrucksvoll widerspiegelt.
 
Die erste Zusammenarbeit mit der Carrozzeria Bertone kleidet das Stahlchassis mit seinen hohen und breiten Schwellen in ein aufregendes Fahrzeug. Nur wenige Wochen nach dem ersten Treffen, Anfang Januar 1966, stellen die Designer das Bertone-Design fertig und der Prototyp wird mit Unterstützung von 30 Bertone-Mitarbeitern bis März gebaut. Dieser bietet Komfort und Zuverlässigkeit sowie sehr beeindruckende Leistungswerte. Hinter dem Fahrer findet der V12-Motor in dem leichten Fahrzeugrahmen Platz, und zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte ziert ein Stier als Markenemblem die Motorhaube. Selbst das Design der Felgen ist völlig neu.
 
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Weitere Informationen zum Lamborghini Fahrzeugprogramm unter www.lamborghini.com 
 
red/lamborghini/03/2026
 

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