Bovensiepen Spider
Bovensiepen Spider

Neuer Roadster mit Reihensechszylinder, 8-Gang-Automatik, Leichtbau und 99 Exemplaren

Der Bovensiepen Spider ist ein zweisitziger Hochleistungs-Roadster mit Frontmotor, Reihensechszylinder und klassischer Sportwagenarchitektur, der auf dem BMW Z4 M40i Roadster basiert. Lange Motorhaube, weit nach hinten versetztes Cockpit und kurze Überhänge prägen die Proportionen. Die Entwicklung der Exterieurkomponenten erfolgte erneut in Zusammenarbeit mit dem Automobildesigner Frank Stephenson, der bereits am Bovensiepen 05 GT beteiligt war. Die Produktion ist weltweit auf 99 handgefertigte Fahrzeuge begrenzt.

Technisch kombiniert der Spider einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Twin-Scroll-Turboaufladung, 320 kW (435 PS) und 580 Nm mit einer ZF 8-Gang-Automatik. Bei einem Leistungsgewicht von 3,6 kg/PS beschleunigt der Roadster in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt serienmäßig 260 km/h und steigt mit dem optionalen Performance-Paket auf 295 km/h.

3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 435 PS und 580 Nm

Der Antrieb des Bovensiepen Spider basiert auf einem 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Twin-Scroll-Turbolader. Für die Leistungssteigerung wurden Ansaug- und Abgasführung gezielt überarbeitet. Die Ansaugluftführung wurde entdrosselt und um einen zusätzlichen Ram-Air-Kanal ergänzt. Ein vergrößerter und strömungsoptimierter Ansauggeräuschdämpfer reduziert zugleich Restriktionen im Ansaugtrakt.

Auch die Bovensiepen Sportabgasanlage wurde hinsichtlich Strömungsverhalten und Abgasgegendruck optimiert. Die Kombination aus Ansaug- und Abgasoptimierung schafft die Grundlage für 320 kW (435 PS) und ein maximales Drehmoment von 580 Nm.

Die Leistungscharakteristik ist dabei nicht ausschließlich auf die Spitzenleistung ausgelegt. Das Fahrzeuggewicht und die daraus resultierende Leistungsmasse von 3,6 kg/PS sind zentrale Parameter für die Fahrdynamik. Der Reihensechszylinder liefert seine Leistung über einen breiten Drehzahlbereich und verbindet die für einen Roadster relevante Laufkultur mit hoher spezifischer Performance.

Kühlsystem für thermische Belastbarkeit

Die thermische Auslegung wurde auf die dauerhafte Nutzung der verfügbaren Motorleistung ausgerichtet. Das Hauptkühlpaket wird von einem elektrischen Lüfter mit 1.000 Watt unterstützt. Ziel ist eine stabile Kühlmittel- und Antriebtemperatur auch bei hoher Dauerlast.

Das optionale Performance-Paket ergänzt das Kühlsystem um einen aus Aluminium gefrästen Hinterachsgetriebedeckel mit vergrößerter Kühlrippenfläche. Die zusätzliche Wärmeabfuhr reduziert die thermische Belastung des Hinterachsgetriebes bei hoher Beanspruchung, etwa bei längeren Hochgeschwindigkeitsfahrten mit häufigen Beschleunigungsphasen.

Gleichzeitig ermöglicht das Paket eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 295 km/h. Bestandteil ist außerdem eine optimierte Unterbodenversteifung mit V-Strebe. Die zusätzliche Struktursteifigkeit unterstützt ein präziseres Ansprechverhalten des Fahrwerks.

ZF 8-Gang-Automatik mit Sportprogramm

Die Kraftübertragung übernimmt eine ZF 8-Gang-Automatik. Je nach Fahrmodus reicht das Spektrum von komfortorientierten automatischen Schaltvorgängen bis zu einer dynamischeren Abstimmung. Im Sportprogramm erfolgen die Gangwechsel innerhalb von rund 0,1 Sekunden. Über Schaltpaddles kann der Fahrer die Gangwahl manuell steuern.

Damit wird die Automatik sowohl auf entspanntes Roadster-Fahren als auch auf eine sportliche Fahrweise ausgelegt. Die Abstimmung der Getriebesteuerung bildet einen weiteren Bestandteil der Gesamtcharakteristik zwischen Alltagstauglichkeit und Performance.

Fahrwerk und Lenkung auf Agilität abgestimmt

Die Fahrwerksabstimmung wurde auf die Kombination aus geringem Fahrzeuggewicht, hoher Reifenperformance und direkter Rückmeldung ausgelegt. Die Dämpfer wurden neu abgestimmt; insbesondere die Druckstufe bei niedrigen Dämpfergeschwindigkeiten wurde erhöht. Längere Zusatzfedern an der Hinterachse verbessern die Anbindung des Fahrzeugaufbaus.

Eine hohe Karosseriesteifigkeit bildet die strukturelle Grundlage für die Fahrwerksabstimmung. Sie reduziert unerwünschte Relativbewegungen der Karosserie und unterstützt eine präzise Reaktion auf Lenk- und Fahrwerksbefehle.

Die Verbindung aus direkter Lenkung, abgestimmter Dämpfung, hoher Struktursteifigkeit und leistungsfähiger Bereifung zielt auf ein unmittelbares Fahrverhalten mit hoher Rückmeldung. Der Fahrer soll dabei nicht nur hohe Querbeschleunigung, sondern insbesondere Veränderungen des Fahrzustands frühzeitig erfassen können.

20-Zoll-Schmiederäder und Michelin Pilot Sport 4 S

Die Rad-Reifen-Kombination setzt auf 20 Zoll große Bovensiepen Schmiederäder und Michelin Pilot Sport 4 S. An der Vorderachse kommen Räder der Dimension 9 x 20 Zoll mit 255/35 ZR20 zum Einsatz, hinten 10,5 x 20 Zoll mit 295/30 ZR20.

Die Schmiederäder reduzieren die ungefederten und rotierenden Massen gegenüber konventionellen Radkonstruktionen. Das unterstützt Ansprechverhalten, Lenkpräzision und Fahrkomfort. Gleichzeitig stellt die Michelin-Pilot-Sport-4-S-Bereifung das erforderliche Gripniveau für die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs bereit und soll auch bei Nässe ein definiertes Fahrverhalten ermöglichen.

Die Auslegung von Radlast, Reifengröße und Dämpferkennlinie ist dabei als Gesamtsystem zu betrachten. Die erhöhte Druckstufendämpfung bei niedrigen Dämpfergeschwindigkeiten trägt dazu bei, die Fahrzeugbewegungen bei schnellen Lenkimpulsen kontrolliert aufzunehmen.

Hochleistungsbremsanlage mit 395-Millimeter-Scheiben

Optional ist eine Hochleistungsbremsanlage mit Vierkolben-Festsätteln an der Vorderachse erhältlich. Die gelochten Bremsscheiben messen vorne 395 Millimeter und hinten 345 Millimeter. Spezifische Bremsbeläge ergänzen das System.

Die Dimensionierung ist auf hohe Verzögerungsleistung und thermische Belastbarkeit ausgelegt. Die Kombination aus großer Scheibenfläche, leistungsfähiger Satteltechnik und geeigneten Belägen soll insbesondere bei wiederholten starken Bremsungen eine stabile Verzögerungscharakteristik und hohe Fading-Reserven sicherstellen.

Damit wird die Bremsanlage an das dynamische Potenzial des 435-PS-Roadsters angepasst und nicht ausschließlich auf den normalen Straßenbetrieb ausgelegt.

Aerodynamik und Karosseriedesign

Das Exterieur folgt der klassischen Architektur eines Frontmotor-Roadsters, wird jedoch durch funktional ausgelegte Aerodynamikkomponenten ergänzt. Dazu gehören ein hochglänzend schwarzer Frontsplitter mit zweispitziger Geometrie, große Entlüftungsöffnungen in den vorderen Kotflügeln, Seitenschweller und ein Heckdiffusor.

Der groß dimensionierte Heckspoiler verlängert die Heckpartie optisch und unterstützt die gestreckte Fahrzeugproportion. Die Kombination aus Frontsplitter, Radhausentlüftungen, Seitenschwellern und Diffusor bildet zugleich eine technische Schnittstelle zwischen Design und Strömungsmanagement.

Die 20-Zoll-Schmiederäder mit zehn langen Doppelspeichen folgen dem Prinzip „Form follows Function“: Die Konstruktion ist nicht allein auf die optische Wirkung, sondern auch auf die Reduzierung rotierender Massen ausgerichtet.

Roadster-Konzept mit 281 Litern Kofferraum

Das offene Fahrzeugkonzept verändert die akustische und sensorische Wahrnehmung des Antriebs. Der Klang des Reihensechszylinders und der Sportabgasanlage wird bei geöffnetem Dach unmittelbar in den Innenraum übertragen. Die Abgasanlage mit vier Endrohren unterstützt dabei die akustische Charakteristik des Fahrzeugs.

Trotz der konsequenten Auslegung als zweisitziger Sportwagen bleibt der Spider für längere Fahrten nutzbar. Das Kofferraumvolumen beträgt 281 Liter. Damit ist ausreichend Stauraum für eine mehrtägige Reise zu zweit vorhanden.

Innenraum mit Leder, Alcantara und individueller Manufakturarbeit

Die Serienausstattung kombiniert Leder Vernasca mit Alcantara-Sitzmittelbahnen im spezifischen Bovensiepen-Design. Das Lenkrad ist mit Lavalina-Leder bezogen. Lenkradheizung, Komfortzugang und Harman Kardon Surround Sound gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Für den Innenraum sind umfangreiche Individualisierungen verfügbar. Die hauseigene Sattlerei kann Volllederausstattungen mit Lavalina-Leder, eine Lederverkleidung der Instrumententafel sowie Alcantara-Bezüge für A-Säulenverkleidung, Windlaufblende und den Bereich um die Überrollbügel umsetzen.

Weitere Optionen umfassen einen vollständig mit Alcantara ausgekleideten Fuß- oder Kofferraum, individuelle Prägungen in den Kopfstützen und kundenspezifische Stickmotive. Damit unterscheidet sich der Fertigungsansatz deutlich von einer ausschließlich vorkonfigurierten Serienausstattung.

99 Fahrzeuge und fünf definierte Lackierungen

Der Bovensiepen Spider wird in einer Gesamtstückzahl von 99 Fahrzeugen gefertigt. Für die limitierte Serie stehen fünf Metallic-Lackierungen zur Verfügung: 40 Fahrzeuge sind in Saphirschwarz vorgesehen, 25 in Sanremo Green, 20 in Skyscraper Grau, neun in Thundernight und fünf in Frozen Grey II.

Zusätzlich kann auf Wunsch eine individuelle Lackierung über die Bovensiepen Manufaktur realisiert werden. Serienmäßig ist der Innenraum mit einer schwarzen Leder-Vernasca-/Alcantara-Kombination ausgestattet. Für die Lackierungen Saphirschwarz und Sanremo Green ist alternativ eine Cognac-Ausführung erhältlich.

Jedes Fahrzeug erhält ein nummeriertes Produktionsschild. Die Limitierung auf 99 Exemplare definiert damit nicht nur die Stückzahl, sondern auch die individuelle Zuordnung jedes Fahrzeugs innerhalb der Serie.

Die Bestellphase hat bereits begonnen. Die ersten Auslieferungen sind für Ende des ersten Quartals 2027 geplant. Der Einstiegspreis ab Werk Buchloe liegt bei 115.500 Euro.

red/ Bovensiepen /09/2026

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