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Pressemeldung Polestar - Kamerabasiertes Innenspiegelsystem hat sich bewährt

Polestar 4 Polestar 4

Designlösung mit wissenschaftlicher Grundlage

 
Der Polestar 4 sorgte bei seiner Vorstellung international für Kontroversen. Grund war der Verzicht auf die Heckscheibe in Kombination mit dem kamerabasierten Innenspiegelsystem. Was zuerst als mutige Designentscheidung hinterfragt wurde, hat sich im Alltag bewährt, ist mit führenden Design Awards ausgezeichnet und überzeugt inzwischen Fahrerinnen und Fahrer weltweit. Das ist für Polestar allerdings keine Überraschung, denn kamerabasierte Innenrückspiegel, wie sie im neuen Polestar 4 zur Serienausstattung zählen, erfreuen sich einer hohen Nutzerakzeptanz.
 
Zu diesem Ergebnis kam bereits in der Entwicklungsphase des Polestar 4 eine Studie, die das Adrive Living Lab, eine Forschungseinrichtung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, in Kooperation mit MdynamiX, einem An-Institut der Hochschule München, und dem US-Unternehmen Gentex, 2020 durchgeführt hatte. Gentex zählt zu den Pionieren digitaler Spiegelsystem und liefert diese Technologie auch für das elektrische Performance SUV Coupé von Polestar. Fazit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: „Der Einsatz eines Full Display Mirror (FDM) bietet großes Potenzial zur Verbesserung der Sicherheit, da das Sichtfeld viel größer ist und damit Gefahren besser erkannt werden können.“ Insgesamt 82 Prozent der befragten Studienteilnehmer gaben danach an, dass der Displaymodus ein weiteres Sichtfeld bietet als ein konventioneller Innenspiegel.
 
Hohe Auflösung, blendfreie Wiedergabe
 
Anstelle einer Heckscheibe und des klassischen Rückspiegels sorgt beim Polestar 4 eine HD-Weitwinkelkamera auf dem Dach für optimale Rück-Sicht. Der herkömmliche Innenspiegel ist durch ein hochauflösendes Display von Gentex ersetzt, das ein Echtzeitbild der wasser- und staubdichten Kamera zeigt. Diese neue, erstmals im Polestar 4 eingesetzte Kamera, verfügt, über eine Auflösung von 2,5 Megapixeln, ideal für die Wiedergabe von HD-Bewegtbildern. Mit 50 Grad ist ihr horizontales Sichtfeld mehr als doppelt so breit wie bei einem konventionellen Rückspiegel. So lassen sich Fahrzeuge, die sich ansonsten im toten Winkel befänden, bereits frühzeitig registrieren.
 
Das 8,9-Zoll-Display (22,6 Zentimeter) mit LCD-Technik (Liquid Crystal Display) ist an der gewohnten Position des Innenspiegels positioniert und liefert ein scharfes und ideal ausgeleuchtetes Bild. Dank HDR-Technik (High Dynamic Range) erscheinen helle und dunkle Bildbereiche gleichermaßen deutlich und kontrastreich. Die digitale Bildverarbeitung von LED-Scheinwerfern zu minimieren. Zusätzlich fungiert die Kamera als rückwärts gerichteter Blendsensor. Sie eliminiert Blendeffekte durch folgende Fahrzeuge im digitalen Innenspiegel und steuert zusätzlich die automatisch abblendenden Außenspiegel. So kompensiert das System typische Schwächen üblicher Fahrzeugspiegel. Der FDM von Gentex ist als Hybridspiegel ausgelegt und bietet zwei verschiedene Modi: Die digitale Übertragung lässt sich durch Betätigen eines Kipphebels auf die klassische Spiegelfunktion umstellen. Im Polestar erleichtert dies die Kommunikation mit den hinteren Fahrgästen, etwa bei einer Pause.
 
Willem Baudewijns, Managing Director Polestar Deutschland: „Mit dem Design des Polestar 4 gehen wir neue, unkonventionelle Wege. Der Verzicht auf die Heckscheibe bedeutet jedoch keinen Kompromiss bei der Sicherheit. Im Gegenteil: Der kamerabasierte Innenspiegel erweitert sogar noch die Perspektive nach hinten. Damit unterstreicht das System den High-Tech-Charakter des Polestar 4.“  
 
Le-Mans-erprobte Technologie
 
In der Serie haben sich FDM-Spiegel bereits in rund 130 Fahrzeugmodellen 30 verschiedener, namhafter Marken weltweit bewährt. Allein 2024 hat Gentex drei Millionen Systeme zugeliefert. Mit Polestar ist ein neuer Hersteller hinzugekommen. Auch im Motorsport haben die Displayspiegel von Gentex ihre Robustheit und uneingeschränkte Einsatztauglichkeit längst unter Beweis gestellt. Dort kommen sie unter anderem in den Prototypen und Hypercars der Langstrecken-Weltmeisterschaft zur Anwendung, wo sie unter härtesten Bedingungen, etwa bei Regen und Nacht, fehler- und blendfrei funktionieren müssen. Stellvertretend hierfür stehen die als härtestes Rundstreckenrennen der Welt und ultimatives Testlabor für die Marktreife geltenden 24 Stunden von Le Mans.
 
Schnelle Gewöhnung, Lob für breites Sichtfeld
 
Um die Nutzererfahrungen und die Akzeptanz von FDMs zu erforschen, führten das Adrive Living Lab, MdynamiX und Gentex zwei Studien durch. In einer Akzeptanzstudie in Deutschland nutzten 60 Probanden im Rahmen von definierten Testfahrten und Fahrmanövern erstmalig ein Gentex Hybridspiegel-System und wurden anschließend dazu befragt. Das Programm umfasste Tag-, Nacht-, Stadt-, Landstraßen- und Autobahnfahrten ebenso wie Spurwechsel, Überholvorgänge und Einparken. Hinzu kam eine Feldstudie in den USA mit 73 Probanden, die ein solches System in Ihrem eigenen Fahrzeug haben, und zu Ihren Langzeiterfahrungen befragt wurden.
 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Akzeptanzstudie gaben an, dass im Displaymodus das Sichtfeld in allen Streckenabschnitten signifikant besser oder viel besser sei als im konventionellem Spiegelmodus. Zudem lobten sie das weitere Sichtfeld im Displaybetrieb. Auch die Umstellung auf den FDM fiel den Testpersonen leicht: 82,5 Prozent sagten, dass sie sich schnell an das System gewöhnt hätten. Insgesamt attestierten sie dem System eine intuitive Bedienung und eine hohe Zuverlässigkeit.
 
Ähnlich das Bild der US-Feldstudie mit Personen, die bereits ein FDM-System an Bord ihres Fahrzeugs haben. 25 Prozent von ihnen gaben an, sich direkt beim ersten Mal an die Verwendung des Displays gewöhnt zu haben. Weitere 32 Prozent gewöhnten sich nach den ersten Tagen und 26 Prozent nach den ersten Wochen an die Nutzung des Displayspiegels.
 
Bemerkenswerterweise waren die Anpassungsraten bei Nutzern mit und ohne Kontaktlinsen identisch. 82 Prozent der FDM-Besitzer beschrieben, dass der Displaymodus ein breiteres Sichtfeld bietet. 62 Prozent führten an, den rückwärtigen Verkehr somit besser überblicken zu können. 94 Prozent äußerten sich mit der Qualität des Displaymodus zufrieden und rundeten damit das positive Gesamtbild ab.
 
red/polestar/08/2025
 

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