autosuche

Test: Broken Head "Rusty Rider Orange" Crosshelm im Retrodesign

Broken Head Rusty Rider Orange Retro Crosshelm Broken Head Rusty Rider Orange Retro Crosshelm

"Helme für Individualisten"

 
Retrobikes und Vespa Roller sind gefragter denn je. Was einst als nostalgische Nische galt, entwickelt sich zunehmend zu einem festen Segmente der Branche. Der Reiz liegt dabei in der Kombination von klassischem Design, Tradition und moderner Technik. Das Cruisen führt zu einem bewussten Erlebnis.
 
Besonders klassisches Modelle der Marke Vespa stehen sinnbildlich für diesen Trend. Ihre zeitlose Ästhetik und aufrechte Sitzposition trifft den Nerv einer neuen Generation, die Individualität sucht, ohne auf Komfort und Zuverlässigkeit zu verzichten.
 
Dem entsprechend hat sich auch das Angebot an Motorradhelmen erweitert. Immer mehr moderne Helme im Retrodesign der 60er- und 70er-Jahre kommen auf den Markt. Ob als Integral-, Jet- oder Motocrosshelm verfügen sie über aktuelle Sicherheitsstandards, hochwertige Materialien und zeitgemäßen Tragekomfort.
 
Helm-Typen
 
Offene Jethelme (Open-Face) ohne Kinnschutz bieten das intensivste Fahrgefühl, Integralhelme mit einer geschlossenen Schale und festem Kinnbügel dagegen den besten Schutz. 
 
Motocrosshelme können eine interessante Alternative sein, mit den Vorteilen von beiden Typen. Sie besitzen eine geschlossene Schale mit ausgeprägtem Kinnschutz, bieten aber ein offeneres Gesichtsfeld gegenüber Integralhelmen mit Visier. Je nach Modell verfügen sie über eine integrierte Sonnenblende, was eine zusätzliche Motorradbrille beim Fahren auf Straßen überflüssig macht. 
 
Die Marke Broken Head
 
Die junge Marke Broken Head steht für Innovationen und eine klare Vision, Dinge anders zu machen. Als Newcomer hat sie innerhalb weniger Jahre Akzente in der Branche gesetzt, und einen festen Platz in der Motorradszene eingenommen, nicht zuletzt durch die Qualität seiner Produkte sondern auch durch ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse einer Generation von Motorradfahrern, die sich nicht in Schubladen stecken lassen wollen.
 
Ein zentraler Aspekt ist die enge Verbindung zur Community. Broken Head setzt auf direkten Austausch, Feedback und Mitgestaltung. Diese Nähe spiegelt sich nicht nur in der Produktentwicklung wider, sondern auch in der Kommunikation der Marke.
 
Im Mittelpunkt des Sortiments stehen Motorradhelme und -bekleidung, mit hohem Anspruch an Technik und Ästhetik. Das Programm umfasst Integral-, Cross- und Enduro-Helme mit markantem Designs und modernen Sicherheitsstandards.
 
Im Test der Rusty Rider Orange
 
Mit dem Rusty Rider Orange bietet Broken Head einen Crosshelm an, dessen Design die Formsprache der 1970er-Jahre aufgreift und nicht nur optisch den Nerv der Zeit trifft. Der Anspruch: klassischer Look, kombiniert mit alltagstauglicher Performance. 
 
Das Dekor mit dem großen orange-weißen "Broken Head" Schriftzug erinnert in seiner Art an die erfolgreiche Videospiel-Reihe "Borderlands". 
 
Technisch zeigt sich der Helm hingegen auf der Höhe der Zeit. Die Konstruktion aus Polycarbonat ist relativ leicht und sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis aus Stabilität und Tragekomfort. Zudem verfügt er über die aktuelle ECE 22.06-Zertifizierung.
 
Auf überladene Features verzichtet der Rusty Rider bewusst - auf essenzielle Technik nicht. Neben einer integrierten Sonnenblende und einem abnehmbaren Helmschirm verfügt er auch über eine Vorbereitung für moderne Kommunikationssysteme.
 
Das Innenfutter ist wie für gewöhnlich herausnehmbar und waschbar, und die Polsterung besitzt einen Brillenträgerkanal. Darüber hinaus gibt es Lüftungsöffnungen im Kinnbügel, eine Brillenschlaufe hinten sowie einen Ratschenverschluss. Geliefert wird der Helm in einem stylisch passenden Karton samt Helmbeutel.
 
In der Praxis
 
Der erste Eindruck ist - wie so oft - entscheidend. Das könnte auch für den Rusty Rider zutreffen. Bereits beim ersten Aufsetzen überzeugt der Helm (im Test Größe XL) mit einer angenehm ausgewogenen Passform und Polsterung. Der Sitz wirkt weder zu straff noch zu locker, sondern vermittelt sofort ein sicheres Gefühl. Auch auf längeren Strecken bleibt der Tragekomfort erhalten, was auf die qualitativ hochwertige Innenpolsterung und die gelungene Gewichtsverteilung zurückzuführen ist. Apropos Gewicht: Mit seinen rund 1.500 Gramm (Größe XL) gehört der Rusty Rider zu den leichteren Vertretern seiner Klasse, was sich besonders bei längeren Fahrten und im Stadtverkehr positiv bemerkbar macht.
 
Im Fahrbetrieb punktet der Helm zudem mit einer überraschend guten Rundumsicht. Das großzügig geschnittene Sichtfeld ermöglicht eine klare Wahrnehmung des Verkehrsgeschehens – ein entscheidender Vorteil sowohl im urbanen Umfeld als auch auf kurvigen Landstraßen. 
 
Weiterer Pluspunkte sammelt der Rusty Rider bei den Fahrgeräuschen. Trotz fehlender aerodynamischer Hightech-Anbauteile bleibt das Geräuschniveau für einen offenen Helm vergleichsweise moderat. Windverwirbelungen werden gut kontrolliert, was den Fahrkomfort deutlich erhöht. 
 
Auch beim Thema Windschutz liefert der Rusty Rider eine solide Leistung ab. Die in zwei Stufen einstellbare integrierte Sonnenblende erfüllt ihre Aufgabe sehr gut, und schützt die Augen optimal. Dabei lässt sie sich - auch mit Handschuhen - einfach bedienen, und bietet ausreichend Platz für eine zusätzliche Sonnen- oder Sehbrille.
 
Der charakteristische Helmschirm reduziert den direkten Fahrtwind spürbar, ohne dabei störende Turbulenzen zu erzeugen. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten trägt dies zu einem stabilen und angenehmen Fahrgefühl bei. 
 
Die Verarbeitungs- und Materialqualität bietet einen durchweg positiven Eindruck. Saubere Übergänge, passgenaue Bauteile und hochwertig wirkende Oberflächen unterstreichen den Anspruch der Marke. Sowohl die Polycarbonat-Außenschale als auch das waschbare Innenfutter vermitteln Robustheit und Langlebigkeit. 
 
Der Rusty Rider entspricht zudem den hohen Sicherheitsanforderungen und verfügt über die aktuelle ECE 22-06 Norm. Mit einer UVP von 249 Euro positioniert er sich im mittleren Preissegment und bietet damit ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
 
Wie gut der Helm ankommt, zeigen Plagiate des Rusty Rider in Ländern wie Italien, den USA und den Philippinen, gegen die Broken Head nach eigener Darstellung erfolgreich vorgehen konte. 
 
Unser Fazit: "Der Broken Head Rusty Rider überzeugt im Test als gelungene Kombination aus Retrodesign und moderner Funktionalität. Besonders die gute Passform, das geringe Gewicht, die angenehme Geräuschkulisse sowie die hochwertige Verarbeitung machen ihn zu einer interessanten Option für Fahrer, die Wert auf Stil legen, ohne auf Komfort und Alltagstauglichkeit zu verzichten."
 
Testurteil: "Sehr empfehlenswert"
 
Im Test: Broken Head Rusty Rider Orange Retro Motocrosshelm

Eigenschaften und Ausstattung
- Material Polycarbonat
- Integrierte Sonnenblende
- Vorbereitung für Sena oder Cardo Kommunikationssystem 
- Abnehmbarer Helmschirm
- Brillenschlaufe
- Herausnehmbares und waschbares Innenfutter
- Ratschenverschluss
- Brillenträgerkanal
- ECE 22-06 Straßenzulassung
- Größen: XS - XXL
- Gewicht 1.450/1.500 Gramm 
- Designs: Rusty Rider Blau-Orange / Rusty Rider Orange / Rusty Rider Grün / Rusty Rebel
- UVP ab 249 Euro
 
Weitere Informationen zum Broken Head Helmprogramm unter www.brokenhead.de 
 
red/fotos-motormobil/04/2026
 

© motormobil.de | E-Mail für Anfragen redaktion@motormobil.de